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Henny Franks im Gespräch

(SK) Sie ist 92 Jahre alt, quicklebendig, voller Humor und Zugewandtheit, sie ist und bleibt eben ein "Köl­sches Mädchen", das vorlebt, wie man allem Lebensunglück begegnen kann. Henny, jüdischer Herkunft, musste und durfte 1938 Köln verlassen und gelangte mit einem Kindertransport nach London, wo sie immer noch lebt. Über das Schicksal ihrer Familie, nicht nur ihr Vater wurde in Auschwitz ermordet, berichtete Frau Franks ebenso wie über ihr späteres Leben. Frau Kremer, Leiterin des Differenzierungs­kurses 8 Eng­lisch/­Ge­schich­te, und ihre Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld den Kontakt zur Gedenkstätte Jawne geknüpft, deren Leiter, Herr Lemaire, das Gespräch mit Henny Franks moderiert hat. Die Diffe­ren­zie­rungs­kurs­schüler hatten zudem Fragen vorbereitet und die neunte Klassen eingeladen, um mit Frau Franks ins Gespräch zu kommen.

Alle waren beeindruckt und dankbar für diese außergewöhnliche Geschichtsstunde.

Plakat-Rundgnge04 Geführter Rundgang zum Thema Zwangsarbeit in Köln

Im Zweiten Weltkrieg wurden überall im Deutschen Reich Zwangsarbeiter eingesetzt. Kriegsgefangene, KZ-Insassen und Bewohner von der Wehrmacht besetzter Gebiete  wurden gezwungen, in Deutschland die Arbeiter zu ersetzen, die als Soldaten dienten. Auch nach Köln wurden in den Kriegsjahren eine große Zahl von diesen damals Fremd- oder Ostarbeiter genannten Menschen verschleppt. Ihre Erfahrungen waren dabei durchaus unterschiedlich.

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Differenzierungskurs Geschichte/Englisch bei der Stolpersteinverlegung

(NEU) Die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses Geschichte/Englisch der Klasse 8 nahmen an der Stolpersteinverlegung für die Eltern von Henny Franks am Kleinen Griechenmarkt teil.

Die gebürtige Kölnerin Henny Franks wurde 1939 als jüdisches Kind mit einem Kindertransport vor der Verfol­gung durch die Nationalsozialisten gerettet und lebt seitdem in Großbritannien. Frau Franks, die persönlich anwesend war, bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern des Kurses für die Finanzierung der Stolper­steine und für die große Anteilnahme.

Wir freuen uns, dass Frau Franks am Mittwoch, dem 13.04., für ein Podiumsgespräch zu uns ans Schiller-Gym­nasium kommen und uns von ihrer Kindheit in Köln zur Zeit des Nationalsozialismus berichten wird.

IMG 2845 Vor den Nazis geflohen

(SK) Sie fühlt sich immer noch als Kölner Mädchen, selbst nach mehr als siebzig Jahren in England. Sie liebt immer noch den Dom, die Stadt, die Menschen, obwohl sie als Vierzehnjährige Deutschland mit einem Kindertransport verlassen musste. Der Grund: Sie war eine der Schülerinnen der jüdischen Jawne, einer jüdischen Schule mitten in Köln. Ihr Schulleiter Erich Klibansky verhalf ihr und vielen anderen Kindern zur Flucht vor den Nationalsozialisten nach England, wo sie ein neues Leben beginnen konnte, während viele andere ihrer Mitschüler und Bekannten ihr Leben verloren.

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Schiller-SchülerInnen bei einer Ausstellungseröffnung im EL-DE-Haus

(SK) Seit etlichen Jahren kooperiert das Schiller-Gymnasium mit dem NS-Dokumentations­zentrum der Stadt Köln, dem EL-DE-Haus, im Rahmen des Schulprojektes „Wider das Vergessen“. Sebastian Neuer­burg, Referendar für Musik und Deutsch, und Sandra Dahlmann, Referendarin für Kunst und Englisch, haben zum Thema „Verbotene Musik in der NS-Zeit“ eine Ausstellung erarbeitet, die mit Schüler­arbeiten von anderen Schulen am Freitag, dem 22. Januar 2016, im EL-DE-Haus eröffnet worden ist.

Stolperstein

GK Geschichte Q2 (Zusatzkurs) als Pate für einen Stolperstein

(SK) Gunter Demnig, Kölner Künstler, ist derjenige, der die Idee seit vielen Jahren verfolgt, für all die Ermordeten, Verschleppten während der NS-Zeit jeweils einen persönlichen Stolperstein vor ihrem ehemaligen Wohnhaus zu verlegen. Die Schülerinnen und Schüler des Zusatzkurses Geschichte Q2 von Frau Uncu haben sich mit dem Thema "Orte der Erinnerung in Köln" befasst und sind dabei auf Demnigs Projekt gestoßen. Daraufhin haben sie sich entschlossen, die Verlegung eines Stolpersteins zu finanzieren. Sie haben das Geld gesammelt, Kontakt zum EL-DE-Haus, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, aufgenommen, das die notwendigen Recherchen in Absprache mit Gunter Demnig geleistet hat. Am Montag, dem 09. März 2015, hat der Künstler nun den Stolperstein in Anwesenheit von Angehörigen der Familie von Sophie Kaufmann und von unseren Schülern in der Straße Großer Griechenmarkt verlegt.

"Das ist eine Möglichkeit, mit unseren Mitteln, etwas dazu beizutragen, dass die Schicksale dieser Menschen nicht vergessen werden. Wir zeigen damit, dass wir als junge Generation auch eine Verantwortung haben und gegen das Vergessen aktiv etwas machen können," so kommentiert eine Schülerin aus diesem Kurs die Aktion. Dem ist nichts mehr hinzufügen.