Dachau-Exkursion 2019

(Leo Bastin, Fotos: Fabio di Gennaro, beide EF) Nazis, die SS, Massenvernichtungen, Juden - Themen, die in unserem Alltag nicht gerade oft und offen angesprochen werden. Umso bereichernder, interessanter und einprägender war es für unsere Gruppe aus der EF, die Gedenkstätte Dachau zu besuchen.

image1Von dem Besprechen verschiedener wichtiger Persönlichkeiten der SS-Zeit, über den Besuch in der Dachauer Gedenkstätte, bis hin zu dem persönlichen Gespräch mit dem Zeitzeugen Ernst Grube,wertschätzten wir die Offenheit und Selbstverständlichkeit, mit der über die Nationalsozialisten und ihre Verbrechen berichtet wurde.

Die Gedenkstätte aus der Nähe zu sehen, nachvollziehen zu können, wie die Juden im KZ „gelebt“ haben und dort auch umgebracht wurden, war für uns einerseits schockierend und andererseits auch überraschend auf eine negative Art.

Im Konzentrationslager Dachau gehörte der Tod, die Schikane und Folter zur Tagesordnung und machte das Leben der Insassen zu einzelnen, angsterfüllten Stunden.

„Es gibt Momente im Leben, die bleiben. Die hat jeder, die kennt jeder“, so Ernst Grube im Zeitzeugengespräch. Er beschreibt das Leben der Insassen als die qualvolle Hölle auf Erden und macht uns mit seinen hautnah erfahrenen Geschichten klar, dass solche Gespräche wertvoll für unsere Generation sind und dass wir wertschätzen sollten, diese Möglichkeit noch zu haben.

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Durch die verschiedenen, ausführlich formulierten und wissensreichen Vorträge unserer kompetenten Teamleiterinnen vom Max-Mannheimer-Institut wurden uns neue Informationen, andere Sichtweisen auf einzelne Geschehnisse und Insider-Wissen vermittelt, welche die emotionale Belastung und Vorstellungen des Todes und der Folter allemal Wert waren.

Diese kurze Reise ist zwar keinesfalls als eine Art Klassenfahrt zu sehen, jedoch ist es eine wertvolle Erfahrung für jeden von uns gewesen, die uns einen besseren Einblick in die Geschichte gegeben hat und absolut weiterzuempfehlen ist.