Plakat-Rundgnge04 Geführter Rundgang zum Thema Zwangsarbeit in Köln

Im Zweiten Weltkrieg wurden überall im Deutschen Reich Zwangsarbeiter eingesetzt. Kriegsgefangene, KZ-Insassen und Bewohner von der Wehrmacht besetzter Gebiete  wurden gezwungen, in Deutschland die Arbeiter zu ersetzen, die als Soldaten dienten. Auch nach Köln wurden in den Kriegsjahren eine große Zahl von diesen damals Fremd- oder Ostarbeiter genannten Menschen verschleppt. Ihre Erfahrungen waren dabei durchaus unterschiedlich.

Auschwitz-Gedenktag

Projektkurs Geschichte nahm teil

(SK) Arndt Pawelczik, OStR für Geschichte und Englisch, unterrichtet in diesem Schuljahr zum zweiten Mal einen Projektkurs Geschichte in der Jgst. Q1. Während er im letzten Jahr eine Dauerausstellung zum Ersten Weltkrieg im Keller des Neubaus organisiert hat, beschäftigen sich seine Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr mit dem Thema Zwangsarbeiter in Sülz während der NS-Zeit und bereiten dazu eine Stadtteilführung vor. Dazu arbeitet der Kurs mit dem EL-DE-Haus zusammen, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.

Vier Schülerinnen und Schüler (von links Sonja Meinegke, Paul-Casn Atlama, Sadaf Haddad, Moritz Jahns)  und Herr Pawelczik haben nun am 27. Januar an der offiziellen Gedenktagsfeier der Stadt Köln in der Aula der Königin-Luise-Schule teilgenommen und ihr Projekt vorgestellt. Dabei fanden Sie beeindruckende Worte über ihre Auseinandersetzung mit dem Thema.

Schon jetzt sei auf Sonntag, den 31. Mai 2015, verwiesen. Zu diesem Termin einmal um 14.00 Uhr und einmal um 17.00 Uhr werden die Schülerinnen und Schüler aus dem Projektkurs ihre Stadtteilführung anbieten. Wir wünschen, dass möglichst viele diesem Angebot folgen werden.

IMG 2845 Vor den Nazis geflohen

(SK) Sie fühlt sich immer noch als Kölner Mädchen, selbst nach mehr als siebzig Jahren in England. Sie liebt immer noch den Dom, die Stadt, die Menschen, obwohl sie als Vierzehnjährige Deutschland mit einem Kindertransport verlassen musste. Der Grund: Sie war eine der Schülerinnen der jüdischen Jawne, einer jüdischen Schule mitten in Köln. Ihr Schulleiter Erich Klibansky verhalf ihr und vielen anderen Kindern zur Flucht vor den Nationalsozialisten nach England, wo sie ein neues Leben beginnen konnte, während viele andere ihrer Mitschüler und Bekannten ihr Leben verloren.

Weltkriegweb 1

Ein ganz besonderes Unterrichtsergebnis

(SK) Krieg in Europa - ein brandaktuelles Thema, leider auch noch im Jahr 2014, das Jahr, in dem sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundersten Male jährt.

Der Projektkurs Geschichte Q1 aus dem letzten Schuljahr hat sich, angeleitet von Arndt Pawelczik, OStR für Geschichte und Englisch, und den beiden Geschichtsreferendaren Dorothee Aymanns und Peter Stangier, ein ganzes Jahr mit dem Ersten Weltkrieg befasst. Im Keller des Altbaus konnte am 16. September eine Dauerausstellung zu diesem Thema eröffnet werden, die von den Schülerinnen und Schülern des Projektkurses erarbeitet worden ist.

Stolperstein

GK Geschichte Q2 (Zusatzkurs) als Pate für einen Stolperstein

(SK) Gunter Demnig, Kölner Künstler, ist derjenige, der die Idee seit vielen Jahren verfolgt, für all die Ermordeten, Verschleppten während der NS-Zeit jeweils einen persönlichen Stolperstein vor ihrem ehemaligen Wohnhaus zu verlegen. Die Schülerinnen und Schüler des Zusatzkurses Geschichte Q2 von Frau Uncu haben sich mit dem Thema "Orte der Erinnerung in Köln" befasst und sind dabei auf Demnigs Projekt gestoßen. Daraufhin haben sie sich entschlossen, die Verlegung eines Stolpersteins zu finanzieren. Sie haben das Geld gesammelt, Kontakt zum EL-DE-Haus, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, aufgenommen, das die notwendigen Recherchen in Absprache mit Gunter Demnig geleistet hat. Am Montag, dem 09. März 2015, hat der Künstler nun den Stolperstein in Anwesenheit von Angehörigen der Familie von Sophie Kaufmann und von unseren Schülern in der Straße Großer Griechenmarkt verlegt.

"Das ist eine Möglichkeit, mit unseren Mitteln, etwas dazu beizutragen, dass die Schicksale dieser Menschen nicht vergessen werden. Wir zeigen damit, dass wir als junge Generation auch eine Verantwortung haben und gegen das Vergessen aktiv etwas machen können," so kommentiert eine Schülerin aus diesem Kurs die Aktion. Dem ist nichts mehr hinzufügen.

Bühnensolo von Didi Jünemann

(SK) Am Montag, dem 4. November, um 10.30 Uhr, ist Didi Jünemann, Schauspieler und Kabarettist, mit seinem Bühnensolo "Wir Kellerkinder" nach einem Text von Wolfgang Neuss in der Aula zu erleben. Nicht nur unsere Oberstufenschüler sind eingeladen, sondern alle, die sich mit der deutschen Geschichte nach1933 gerade vor einem Gedenktag wie dem 9. November (1938 Reichspogromnacht)  beschäftigen.

Wider das Vergessen! - Das gilt auch für uns und unsere Arbeit.