Schüler*innen feiern Premiere ihres eigenen Romans
Beim ersten öffentlichen Auftritt des LeseClubs „SchillerAtur“ im Cinedom begeistern junge Autor*innen mit einer bewegenden Geschichte über Verlust, Freundschaft und KI.
Spannung liegt in der Luft. Da, wo normalerweise verstorbene Musikstars über die Leinwand tanzen, Dinosaurier zum Leben erweckt werden oder außerirdisches Leben die Erde angreift, waren dieses Mal die Nerven der Stars aus ganz anderen Gründen zum Zerreißen gespannt. Auch wenn heute kein roter Teppich ausgerollt wurde, fand eine Premiere statt: Der gemeinsame LeseClub SchillerAtur der Adolph-Kolping-Hauptschule und des Schiller-Gymnasiums las zum ersten Mal öffentlich aus seinem selbstgeschriebenen Roman vor fast ausverkauftem Hause in der sogenannten Black Box im großen Multiplexkino Cinedom.
Die Veranstaltung wurde durch die Projektpaten Oliver Gritz und Henning Krautmacher von Run and Ride for Reading feierlich eröffnet, die das Projekt initiiert und mit viel Begeisterung und Engagement unterstützt und begleitet haben. Nach filmischen Rückblicken auf das Schreibcamp in der Nähe von Valencia, in das sich der LeseClub drei Tage und Nächte zum konzentrierten Schreiben zurückgezogen hatte und in dem die ersten sechs Kapitel entstanden sind, war es nun soweit: Die eigentliche Lesung begann. Mit leichtem Lampenfieber setzte sich die erste von acht Schüler*innen ans Mikrofon und durchbrach die freudvoll-gespannte Stille im Kino mit den ersten Zeilen des Romans. Da es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Autor*innenlesung handelte, war es für die Zuschauer*innen so, als wären sie leibhaftig dabei, wenn das Schicksal der Hauptfigur Cani seinen Lauf nimmt und er nach einem ungewohnt heftigen Streit mit seinem besten Freund Nick völlig desorientiert im Krankenhaus aufwacht und sich alle fragen, was mit Nick geschehen ist. Es entspinnt sich eine Geschichte über die Einsamkeit, die Trauer hervorrufen kann und wie Cani verzweifelt versucht, mit Hilfe von KI über seinen Verlust hinwegzukommen.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen eigens für das Projekt komponierten Song von Henning Krautmacher und einem wohlverdienten Applaus des begeisterten wie zutiefst berührten Publikums für die Leistung des Schreibteams. Die betreuenden Kolleginnen und Kollegen hätten nicht stolzer auf ihre Gruppe sein können.
Mit Motivation bis in die Haarspitzen ausgestattet werden die Jugendlichen den Romantext in den nächsten Sitzungen des LeseClubs bei Keksen und Weingummi weiterschreiben, bis irgendwann der vollständige Romantext vorliegt. Interessierte Verlage sind herzlich dazu aufgerufen, sich zu melden.
Siehe auch: Eine gemeinsame Geschichte und Unsere gemeinsame Geschichte geht weiter...