Der Kunst-LK der Q1 besucht die Yayoi-Kusama-Ausstellung im Museum Ludwig
(Sina B., Lucy H., Q1) Polka Dots, Infinity Rooms und ikonische Kürbisskulpturen – wir durften uns von Kusamas einzigartigen Kunst und ihrer Welt verzaubern lassen.
Yayoi Kusamas Werke tauchen momentan in verschiedenen sozialen Medien auf, und du hast sie vielleicht sogar schon gesehen. Die Ausstellung im Museum Ludwig beinhaltet insgesamt 300 Arbeiten, die zwischen 1934 und heute entstanden sind.
Nach Recherche und ersten Eindrücken aus dem Unterricht machten wir uns am 26. März auf den Weg zum Museum Ludwig. Direkt zu Beginn wurden wir von einem Guide durch die Ausstellung begleitet, wodurch wir viel über die Hintergründe einzelner Werke erfuhren.
Die heute 97-jährige Künstlerin, Yayoi Kusama, hatte eine tief prägende Kindheit, da sie unter Halluzinationen litt, in denen sie den eigenen Körper und ihre Umgebung als mit Punkten versehen wahrnahm. Diese Punkte kommen als sogenannte Polka Dots als Markenzeichen oft in ihren Werken vor. Zudem konnte sie aufgrund ihrer Halluzinationen mit Gemüse „sprechen“ und hatte dabei eine Vorliebe für Kürbisse, die auch zahlreich in ihren Werken vorzufinden sind. Ihre Kunst ist für Kusama lebensnotwendig, da sie sich in jedem Werk mit sich selbst auseinandersetzt und dies als Therapie sieht. Im Zentrum ihrer Werke stehen die Natur in ihrem ständigen Wandel, das Werden und Vergehen sowie die Unendlichkeit des Universums.
Nachdem wir mit der Führung einmal durch die Ausstellung gegangen sind, hatten wir die Möglichkeit, noch einmal in Gruppen ihre Werke und unsere Favoriten in Ruhe zu betrachten und zu bestaunen.
In den ersten Räumen der Ausstellung stößt man auf erste Kunstwerke ihrer Kindheit, die aus vielen Zeichnungen bestehen. Auch Fotografien waren vorzufinden, in denen sie selbst entworfene modische Kleidung trägt. Auch viele Skulpturen, wie zum Beispiel ein Boot aus kartoffelähnlichen Applikationen sowie Kürbisse und gelb-schwarz gepunktete Tentakelarme, waren dabei. Von grau-weißen Werken bis hin zu kunterbunten Mustern konnte man jede Art von Werk betrachten. Ein persönliches Highlight waren für uns die Räume, die eine eigene künstlerische Welt erschaffen, wobei der Raum an sich das Kunstwerk darstellte. Ein Raum war zum Beispiel voller Spiegel und gelb-schwarzer, schlangenartiger Ballons und Muster, ein anderer zeigte ein Schlafzimmer, angeleuchtet im UV-Licht, mit neonfarbigen Polka Dots. Zudem konnte man sich selbst gestalterisch austoben und kleine Collagen aus Zeitschriften basteln, was wir dann auch alle gemacht haben.
Insgesamt haben wir einen sehr schönen Tag im Museum Ludwig verbracht, viel Neues gelernt und Kusamas Welt besser verstehen können. Wir können die Ausstellung definitiv für Kunstbegeisterte oder einfach als schöne Aktivität weiterempfehlen.
Hier könnt ihr noch einige unserer Lieblingswerke sehen:
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Museum Ludwig, Köln
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Yayoi_Kusama und https://www.museum-ludwig.de/de/ausstellungen/yayoi-kusama