Die 8b und 8c entdecken die französische Hauptstadt
(Marie B. | 8B) Eiffelturm, Notre Dame, Sacré Cœur, der Invalidendom…
Eine Stadt mit so vielen Sehenswürdigkeiten, die außerdem noch in Frankreich liegt, ist doch der perfekte Ort für einen Austausch. Das dachten sich auch Frau Terai und Frau Djaja und so kam es, dass wir (die Französisch-Lernenden aus der 8B/8C) vom 11. bis 19. Juni eine Woche in Paris verbringen durften.
Angekommen sind wir am Donnerstag, dem 11., am späten Nachmittag, als wir unsere Austauschpartner*innen in ihrer Schule wiedertrafen. Sie heißt Collège Gustave Flaubert und liegt im 13. Arrondissement, also im Südosten der Stadt. An der Schule haben wir auch einen Tag (den 18., unseren letzten vollen Tag) verbracht, um den Unterricht dort kennenzulernen.
An diesem ersten Donnerstag ist daraufhin jeder zu sich nach Hause gegangen, um seine Gastfamilie und Wohnung kennenzulernen. Nachdem wir uns Freitagmorgen wieder in der Schule getroffen hatten, wo uns Deutschen extra für diese Besprechung die Bibliothek zur Verfügung gestellt wurde, konnten wir Schüler*innen von unserem ersten Eindruck berichten, Fragen stellen oder die Lehrerinnen bei Problemen fragen. Diese Möglichkeit hatten wir (außer am Wochenende natürlich) jeden Morgen, was ich persönlich sehr gut fand. Obwohl wir uns insgesamt gut mit unseren Gastfamilien verstanden, waren Frau Djaja und Frau Terai als Ansprechpartnerinnen wichtig, vor allem weil so eine Erfahrung wie ein Austausch für uns alle etwas Neues war.
Den Freitag haben wir zusammen mit unseren Austauschschüler*innen in der Stadt verbracht und uns verschiedene Sehenswürdigkeiten angeguckt. Zuerst besichtigten wir den Invalidendom mit dem Grab von Napoleon im Inneren, dann machten wir ein Picknick auf den Wiesen vorm Eiffelturm. Nach einem Besuch des Museums Quai Branly ging es zurück zum Eiffelturm, diesmal konnten wir ihn aber von der anderen Seite der Seine, vom Trocadéro, aussehen.
Obwohl wir das Wochenende in unseren Gastfamilien verbracht haben, waren die französischen Schüler*innen so freundlich, sich zwischendurch auch mal mit anderen Deutschen und deren Austauschpartner*innen zu treffen, sodass man Freund*innen sehen und sich mit ihnen über seine Eindrücke austauschen konnte. So bin ich zum Beispiel den ganzen Samstag mit drei anderen Mädchen vom Schiller und unseren Corres durch die Stadt gelaufen, was total nett und lustig war.
Am Montag und Mittwoch mussten die Franzosen in die Schule, weshalb wir uns alleine weiter die Stadt angeschaut haben. Mit der Metro fuhren wir montagmorgens zur Sacré Cœur und starteten dort in kleinen Gruppen eine Rallye durch Montmartre, ein hübsches, bei Touristen besonders beliebtes Viertel. Mittagessen gab es im Restaurant Bouillon Pigalle, anschließend haben wir noch eine Bootstour auf der Seine gemacht. Die war dank des guten Wetters besonders schön, man konnte vom Wasser aus auch viele berühmte Gebäude wie den Louvre oder die Notre Dame sehen.
Mit den Austauscherpartner*innen waren wir am Dienstag in den Gärten von Versailles, Mittwoch haben wir die Notre Dame besichtigt und konnten uns danach in Gruppen im Einkaufszentrum Les Halles und dem angrenzenden Viertel rumtreiben oder shoppen gehen, und Donnerstag waren wir (wie gesagt) in der Schule. Es war zwar interessant, den Unterricht auf einer Fremdsprache zu erleben, aber wegen der Hitze auch wirklich anstrengend, in den Klassenräumen zu sitzen und sich zu konzentrieren. Eine Lehrerin erwähnte, dieser Sommer sei der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen für Paris und vor allem in der Woche, die wir dort verbrachten, überrollte eine extreme Hitzewelle die Stadt.
Trotzdem hat es uns allen, glaube ich, sehr gut gefallen, die Stadt kennenzulernen und auch die Zeit mit unseren Austauschpartner*innen war toll. Die kulturellen Unterschiede, das französische Essen und die Menschen dort hautnah erleben zu dürfen, indem ich in einer echten Pariser Familie gewohnt habe, war für mich total interessant. Auch sprachlich habe ich sehr viel gelernt und mein Französisch echt verbessert, ich war selbst verwundert, wie viel ich z. B. im Unterricht schon verstehen konnte. Deshalb war ich, wie viele andere auch, am Freitag, dem 19., als wir mit dem Zug zurückgefahren sind, sehr traurig, Paris und meine Gastfamilie verlassen zu müssen.
Es war eine wirklich schöne Woche. Vielen Dank, dass wir die Möglichkeit hatten, an diesem Austauschprogramm teilzunehmen!
