Ein Austausch, der verbindet
(Finn Moje, 8C) Der Austausch nach Tours (Frankreich) begann mit vielen müden Gesichtern:
Am 15.05.2025 trafen wir uns um 6:30 Uhr am Kölner Hauptbahnhof. Als endlich alle versammelt waren, konnte es losgehen. Wir stiegen in den Zug nach Brüssel, dieser hatte allerdings bereits nach kurzer Zeit 1¾ Stunden Verspätung.
Deshalb wurde es in Brüssel auch etwas stressiger, aber trotz allem erreichten wir unseren Anschlusszug nach Paris noch gerade so pünktlich. In Paris hatten wir dann einen vierstündigen Aufenthalt, währenddessen wir uns alle gegenseitig noch etwas besser kennenlernen konnten. Nach einer weiteren Stunde Zugfahrt kamen wir dann endlich in Tours an. Dort gab es eine mehr oder weniger freudige Begrüßung.
Am ersten Abend sind wir alle zu unseren Austauschpartnern nach Hause gefahren und haben dort das erste Zusammentreffen mit den Eltern erlebt. Das war sehr aufregend und irgendwie auch ein wenig komisch.
Am nächsten Morgen mussten wir zunächst eine Stunde zur Schule. Danach erkundeten wir die Innenstadt mit einer Stadtrallye und fuhren in einen Kletterpark.
Das Wochenende verbrachte dann jeder individuell – bis auf drei gemeinsame Aktivitäten wie etwa Lasertag spielen und eine Poolparty, an denen wir alle teilnahmen.
Am Montag paddelten wir Deutschen auf einem Nebenfluss der Loire, dem Cher – ein Fluss, der durch Tours fließt und der längste Frankreichs ist. Wir fuhren den Fluss hinunter und unter dem Schloss Chenonceau hindurch, das wir anschließend auch besichtigten.
Am Dienstag lernten wir viel über die Loire und das umliegende Ökosystem. Das war sehr lehrreich und interessant. Nach einer Bootstour und einer kurzen Rallye besuchten wir ein Aquarium, in dem wir verschiedene Fisch- und Pflanzenarten bewundern konnten.
Am Mittwoch unternahmen wir eine Radtour zum Schloss Villandry. Auf dem Hinweg kam es zu einem kleinen Sturz mit einer Schürfwunde an der Hand, die aber durch das professionelle Handeln von Herrn Conrad schnell verarztet wurde. Am Schloss angekommen, erkundeten wir die wunderschönen Gärten. Der Rückweg wurde zwar von etwas Regen begleitet, war aber dennoch sehr schön.
Am letzten Tag fand ein Projekttag zur Loire statt. In Gruppen erarbeiteten und präsentierten wir verschiedene Themen. Am Abend gab es eine kleine Abschlussfeier mit Snacks. Nach einem kurzen Smalltalk mit den Lehrkräften und einer kleinen Spaßveranstaltung war die Feier dann auch schon wieder vorbei – weshalb wir noch an die Loire gingen, um dort den Sonnenuntergang ausklingen zu lassen.
Am Morgen der Abreise wurde dann alles gepackt, und wir brachen nach einer herzlichen Verabschiedung in Richtung Paris auf. Dort hatten wir zwei Stunden Zeit für den Übergang von der Gare Montparnasse zur Gare du Nord. Obwohl wir ein McDonald’s-Verbot erhalten hatten, wurde dieses gekonnt ignoriert.
Uns ist aufgefallen, dass die Franzosen sehr strenge Regeln haben – und dass das Essen in der Mensa dort deutlich besser schmeckt als bei uns!
Nun sitzen wir im Eurostar zurück nach Köln und haben viele tolle Erinnerungen im Gepäck. Alles in allem war es eine großartige Reise mit vielen schönen Aktivitäten und Erlebnissen. Auch wenn es zeitweise wegen der Sprachbarriere etwas schwierig mit den Gastfamilien war, würde ich jedem empfehlen, an diesem Austausch teilzunehmen und die französische Kultur kennenzulernen!
