Das Schiller steht hinter LGBTQIA*


(UC) Im Juli war unser Schiller-Gymnasium beim Kölner Christopher Street Day 2026 dabei.

Organisiert wurde die Teilnahme von der Diversity-AG und der SV. Zwischen den vielen Gruppen, Vereinen, Initiativen und einigen wenigen anderen Schulen waren also auch wir mit dabei – mit Fahnen, Plakaten, guter Laune und erstmal einer sehr wichtigen Aufgabe: unsere Wagennummer in dieser riesigen Menge an angemeldeten Gruppen finden.

Das war tatsächlich schon der erste kleine gemeinsame Programmpunkt. Zwischen all den Menschen, Farben, Wagen und Schildern den eigenen Startpunkt zu suchen, war ein bisschen chaotisch, aber auch sehr lustig. Irgendwann hatten wir unseren Platz gefunden – und dann ging es auch schon los.

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Das Wetter hat mitgespielt, die Stimmung war heiter, offen und sehr herzlich. Gleichzeitig war aber auch klar zu spüren: Der CSD ist nicht nur ein fröhlicher Umzug durch Köln. Er ist auch politisch. Es geht um Sichtbarkeit, gleiche Rechte, Schutz vor Diskriminierung und darum, dass Menschen ohne Angst so leben und lieben können, wie sie sind.

Besonders schön war die Reaktion vieler Zuschauender am Rand. Immer wieder wurde deutlich, dass unsere Teilnahme als Schule wahrgenommen und wertgeschätzt wurde. Sätze wie „Wow, eine Schule läuft hier mit – wie toll ist das denn?“ haben gezeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn Bildungseinrichtungen sichtbar Haltung zeigen. Es gab Jubel, Zuspruch und viel Respekt dafür, dass Schüler*innen, Lehrkräfte und weitere Mitglieder*innen unserer Schulgemeinschaft gemeinsam dabei waren.

Für einige von uns war es das erste Mal beim CSD. Umso schöner war es, diesen Tag nicht allein zu erleben, sondern gemeinsam als Schulgemeinschaft. Wir liefen nebeneinander her, kamen ins Gespräch, schauten uns um, winkten, lachten und waren sichtbar als Teil einer Schule, die Vielfalt ernst nimmt.

Und genau deshalb hat unsere Teilnahme auch etwas mit Schule zu tun. Schule ist nicht nur Unterricht, Klassenarbeiten und die Frage, warum der Kopierer schon wieder nicht funktioniert. Schule ist auch ein Ort, an dem junge Menschen lernen, miteinander zu leben. Niemand sollte Angst haben müssen, wegen der eigenen Identität, der eigenen Liebe, des Aussehens, der Herkunft, Religion oder Lebensweise abgewertet zu werden.

Für queere Schüler*innen kann Sichtbarkeit sehr viel bedeuten. Zu sehen: Ich bin nicht allein. Es gibt Menschen, die hinter mir stehen. Und meine Schule schaut nicht weg, wenn es um Respekt und Schutz vor Diskriminierung geht.

Ein herzliches Dankeschön an die Diversity-AG und die SV für die Organisation sowie an alle, die dabei waren, mitgedacht, begleitet oder unterstützt haben. Der CSD 2026 war für uns ein besonderer gemeinsamer Moment – schön, laut, herzlich, wichtig. Und hoffentlich nicht der letzte.

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