Märchenzauber im Theaterkeller
(HK) Anfang Juli entführte die „Zeit für Theater“-AG mit dem Theaterstück „Märchenland in Not“ von Ina Kwiatkowski ihr Publikum aus dem Theaterkeller in die Märchenwelt.
Doch in dieser Märchenwelt war einiges durcheinander: Während Hänsel und Gretel bis in alle Ewigkeit im Wald herumirren und die Pechmarie nie von Frau Holle aus dem Dienst entlassen werden kann, pflückt Rotkäppchen in Begleitung des Wolfes zwar unermüdlich Blumen, kommt aber sehr zum Bedauern des Wolfes nie bei der Großmutter an. Und schnell wird deutlich: Das Märchenland ist in Not, denn alle Geschichten scheinen festzustecken. Grund dafür ist, dass in der Menschenwelt zu wenige Menschen an die Märchen glauben. So kann das Märchenland nur gerettet werden, indem mutige Märchenfiguren in die Menschenwelt reisen und dort ein Kind finden, das bekundet, an Märchen zu glauben.
Zu diesem Abenteuer meldet sich die mutige Königstochter, die an der besonders unschönen Stelle ihres Märchens feststeckt, an der sie den Frosch immer wieder an die Wand wirft, ohne dass er zum Prinzen wird. Zu Hilfe kommt ihr die Prinzessin auf der Erbse, für die die Reise in die Menschenwelt eine gute Gelegenheit darstellt, den schlaflosen Nächten auf der Erbse erst einmal zu entkommen.
In der Menschenwelt angekommen, merken die beiden Märchenfiguren, dass es gar nicht so einfach ist, Menschen zu finden, die an die Märchenwelt glauben. Die Erwachsenen wirken ohnehin nur gestresst und sind weniger an Märchen als an den Schulnoten ihrer Kinder interessiert. Und auch bei den Kindern fällt es den beiden schwer, fündig zu werden. Während manche nur ans Handyspielen denken, sind andere Kinder so mit dem Mathelernen beschäftigt, dass sie keinen Raum mehr für Märchen haben. Schließlich findet sich ein Mädchen, das zwar an die Märchenwelt glaubt, jedoch Angst davor hat, gehänselt zu werden, wenn es das öffentlich zugibt. Diese Angst kann ihr die Königstochter glücklicherweise nehmen und schließlich bezeugt das Mädchen vor dem gesamten Theaterpublikum ihren Glauben an die Kraft der Märchen:
„Ich glaube an das Märchenland. Liebe Feen und Elfen, liebe Engel, Trolle und Einhörner, Hexen, Zwerge und Kobolde und all ihr anderen Zauberwesen. Danke, dass ihr auf uns aufpasst. Danke, dass ihr uns beschützt und immer da seid.“
Damit rettet sie das Märchenland, die Königstochter und die Prinzessin auf der Erbse reisen zurück und die Märchen nehmen wieder ihren gewohnten Lauf.
Das Publikum bleibt verzaubert zurück – mit dem Gedanken, dass es da draußen vielleicht noch mehr gibt, als wir sehen…
Die Darsteller*innen aus Klasse 5 beeindruckten durch ihre Spielfreude, ihre Fähigkeit, sich in viele verschiedene Rollen hineinzuversetzen und durch ihren starken Zusammenhalt. Auch hinter der Bühne war der Teamgeist spürbar: Die Unterstützung beim Umbau und hinter den Kulissen gehörte selbstverständlich dazugehörte.
Auch ihre Liebe zum Detail und zu den verschiedenen Rollen wurde durch die liebevoll selbst gebastelten oder ausgewählten Kostüme deutlich, die es dem Publikum leicht machten, ganz in die Märchenwelt einzutauchen.
Ein großer Dank gilt außerdem den Techniker*innen Maya, Maya, Noa und Julius für ihre professionelle Unterstützung bei der Technik! Ohne die vier wäre die Aufführung mit ihren Sounds und Songs nur halb so verzaubernd gewesen.