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Ein Fotograf erzählt

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Atelierbesuch bei Wim Cox

(SK) „Fotografie ist der Versuch, der Zeit Dauer zu verleihen.“ – Wim Cox, seit 1961 in Köln als Fotograf lebend und arbeitend, hatte für das Schiller-Forum seine Ateliertüren geöffnet und einen Einblick in sein Museum für analoge Photographie gegeben.

Kameras aus zwei Jahrhunderten, abenteuerliche Vergröße­rungs­apparaturen, Lichtmesser, Fotoglasplatten in edlen Mahagonietuis, Stative, Fototaschen und vieles mehr hat Wim Cox gesammelt.Dazu erzählte er amüsant und anschaulich von seinen Erlebnisse als Fotograf, von seiner Arbeit im Atelier und löste Bewunderung über diese Handwerkskunst bei seinen Zuhörern aus."Eine gute Fotografie entsteht im Kopf! Dazu braucht man Zeit. Das Foto zu machen, ist dann eine kurze Angelgenheit." Damit grenzte er die Arbeit eines Fotografen von der digitalen Bilderflut der Gegenwart ab, die entsprechend der raschen Produktion zum raschen Konsum verleite. "Ein gutes Bild wird dagegen in Ruhe betrachtet, denn es erzählt immer eine Geschichte."

Wer immer Zeit und Lust hat, sollte unbedingt einmal das Atelier von Wim Cox im Hinterhof des Hauses Klingelpütz 29 besuchen. Es lohnt sich, zum Betrachter dieser Kunst zu werden!

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Dies gilt ebenfalls für Liebhaber von Salz- und Pfefferstreuern, denn Wim Cox ist auchin dieser Hinsicht Museumsleiter und präsentiert in einer riesigen Sammlung die unterschiedlichsten, skurrilsten Modelle.

Wahrlich, ein ganz besonderer Sammler und ein ganz eigener "Museumskomplex" im Kölner Klingelpütz.