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Schiller-Forum

Schiller-Forum besucht Kalk

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Ein Stadtteil verändert sich 

(SK) Die Stadt wächst, verändert sich, teils in rasantem Tempo und unmittelbar vor der Haustür. Während diese Veränderungen in Deutz und Mülheim mittlerweile ganz augenfällig sind, nimmt die Umstrukturierung in Kalk zunehmend an Fahrt auf. Thomas van Niess, Historiker und äußerst kundiger Kenner der Kölner Stadtgeschichte, sorgte bei den Forumsmitgliedern, die ihm nach Kalk gefolgt waren, für großes Interesse an einem auf den ersten Blick nicht so ganz attraktiven Stadtviertel. Keiner der Teilnehmer wusste bspw., warum am Sünner-Komplex Zechenbrauerei steht. Oder wussten Sie, dass es schon im 19. Jahrhunderten gigantische Fehlinvestitionen in Kalk gab, als man Mitte des Jahrhunderts über zwei Jahre hinweg versucht hat, dort, wo jetzt die Brauerei steht, Braunkohle abzubauen?

Über solche Details zur Köln-Kalker-Industriegeschichte, über die Entstehung der Kalker Kapelle, die sich über einem mittelalterlichen Bilderstock, einem Marienbild, erhebt, als Wallfahrtsort, über die Kalk-Chemische-Fabrik und deren Geschichte erzählte Thomas van Niess erneut so anregend, dass erst nach über zwei Stunden das Interesse gestillt war.

Tischlerei digital

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Innovationspreisträger NRW ehemalige Schillerianer

(SK) Sebastian Bächer und Georg Bergmann kennen sich seit der 5. Klasse am Schiller, wo sie 2001 ihr Abitur gemacht haben. Sie sind der "Kern" der Tischlerei Bächer - Bergmann und haben 2015 den Preis für Innovation im Handwerk erhalten. Am 12. Mai haben sie ihre Werkstatttüren für die Interessierten des Schiller-Forums geöffnet und einen Einblick in ihre Arbeit gegeben.

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Gut behütet

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Das Hutatelier von Frau von Lanzenauer

(SK) Schon das Schaufenster in der kleinen Straße Unter Kahlenhausen im Kunibertsviertel (in der Nähe der Musikhochschule) sticht aus dem Fassadeneinerlei heraus, lädt zum Stehenbleiben ein. Dahinter ver­birgt sich ein kleiner Laden mit Werkstatt, der ganz Besonderes bietet: Hutkreationen, die aufmerken lassen, die an alte Filme erinnern. Isabell Haeling von Lanzenauer ist die junge Besitzerin und Hut­mache­rin, die für das Schiller-Forum ihre Ateliertür geöffnet hat. Nicht nur ihre Hutschöpfungen fallen aus dem Rahmen des Üblichen, sie selbst scheint in ihrer Kleidung, ihrer Frisur geradewegs aus einem Film der Fünfziger zu stammen. Voller Begeisterung für ihre Arbeit zeigte sie ihren Besucherinnen nicht nur, wie man Hüte herstellt, sondern holte ein Designobjekt nach dem anderen hervor, setzte sie auch ihren Be­sucherinnen auf, erzählte über ihre Arbeitsweise und darüber, wie man solche Hüte am besten trägt.

Dieser Forumsbesuch war das reine Vergnügen! Ein Dank an Frau von Lanzenauer.

Stummfilmabend 7

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Komik im Stummfilm

(SK) Bereits zum siebten Mal hat Arndt Pawelczik, in erster Profession Oberstudienrat für Englisch und Geschichte, seine Filmschatztruhe für das Schiller-Forum geöffnet. Dieses Mal ging es erneut um die Komik im Stummfilm. Und es war ein vergnüglicher Abend, für den Herr Pawelczik mit Max Linder und vielen anderen, heute meist vergessenen Stars, gesorgt hat. Dabei sind es nicht nur die Slapstickszenen, die amüsieren, sondern auch die wunderbar schrägen Ideen, die Freude machen.

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Ein Fotograf erzählt

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Atelierbesuch bei Wim Cox

(SK) „Fotografie ist der Versuch, der Zeit Dauer zu verleihen.“ – Wim Cox, seit 1961 in Köln als Fotograf lebend und arbeitend, hatte für das Schiller-Forum seine Ateliertüren geöffnet und einen Einblick in sein Museum für analoge Photographie gegeben.

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Stadtspaziergang mit Thomas van Nies

Führung durch Neu-Ehrenfeld

(SK) Zum dritten Mal hatte das Schiller-Forum zu einem Stadtspaziergang mit dem Historiker Thomas van Nies durch Ehrenfeld, dieses Mal eben Neu-Ehrenfeld, eingeladen und auch an diesem Spätsommernachmittag/-abend gab es viel zu entdecken und zu lernen. Oder wussten Sie, dass Neu-Ehrenfeld eigentlich Subbelrath heißen müsste, dort ein Hauptstandort der Margarineindustrie war – mit Willi Millowitsch als zentraler Werbefigur? Thomas van Nies, ein wandelndes Stadtgeschichtslexikon, erzählte begeistert und begeisternd von der Entwicklung Neu-Ehrenfelds und zeigte an Straßenzügen und der Häuserbebauung, wie sehr die gesellschaftliche Struktur sich in der Bauweise widerspiegelt.

„Wie schade, dass ich bei den Führungen I und II nicht dabei gewesen bin!“, so der Kommentar einer Teilnehmerin, die zum ersten Mal mit dem Schiller-Forum und Thomas van Nies unterwegs gewesen ist. Diesem Lob ist nichts mehr hinzuzufügen.

Schiller-Forum im Ursulaviertel

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Stadtspaziergang mit Eusebius Wirdeier

(SK) Der Kölner Fotograf Eusebius Wirdeier hat bereits mehrfach interessierte Schiller Forums-Mitglieder durch Köln oder Kölner Museen geführt. Dieses Mal hatte er einen Spaziergang durch das Viertel rund um St. Ursula vorbereitet. Das Besondere: Er hat zahlreiche alte Fotografien mitgebracht, auf denen alte Stadtansichten zu sehen waren, sodass man die damalige SItuation mit dem aktuellen Stand vergleichen konnte. Trotz des Dauerregens ließen sich einige Forumsmitglieder nicht abschrecken und wissen nun, warum im Paketzentrum an der Nord-Südfahrt nie ein Paket abgefertigt worden ist und was dort heute gelagert wird, warum im Ursulaviertel zahlreiche Bahnunterführungen zu finden sind (immerhin fuhren die ersten Züge ebenerdig durch die Stadt), welche Vorstellungen der Kölner Architekt Schwarz verfolgte, als er die Nord-Süd-Fahrt geplant hat.

Wir danken an dieser Stelle Eusebius Wirdeier für sein wiederholtes Engagement für das Schiller-Forum.

Neues Leben in alten Mauern

Führung durch Ehrenfeld

(SK) Neues Leben in alten Mauern - diesen Titel hat Thomas van Nies, Historiker und Kenner der Kölner Stadtgeschichte, seiner zweiten Führung durch Ehrenfeld mit dem Schiller-Forum gegeben. Und dieses Stadtviertel hält wirklich viel neues Leben in alten Mauern bereit: Eine ehemalige Malzdarre wurde ebenso zu einem Wohnhaus umgebaut wie zahlreiche alte Fabrikhallen, eine Kirche wurde zum ersten Kolumbarium (Urnenfriedhof) Kölns, auf Industriebrachen sind ganz neue Wohnquartiere entstanden. Altes und Neues, Großes und Kleines - in Ehrenfeld liegt dies in unmittelbarer Nachbarschaft und fasziniert jeden, der sich Zeit nimmt, dieses Stadtviertel näher kennen zu lernen.

Wir danken Thomas van Nies für eine hochinteressante Führung und freuen uns auf das nächste Mal (Anfang des neuen Schuljahres), wenn es wieder heißt: thomas van Nies führt das Schiller Forum durch Ehrenfeld.