„Jaaa, wir bauen ein Korallenriff aus Müll!!!“
(FI) So begeisterten sich die Schüler*innen der ehemaligen 5B (jetzt 6B) im Kunstunterricht des 2. Halbjahres.
Ausgehend von Abbildungen des partizipativen Projekts gehäkelter Korallenriffe der Künstlerinnen Margarete und Christine Wertheim entwickelte die Klasse ein eigenes Projekt: Sie wollte ebenfalls Korallen bauen, jedoch aus Müll und Dingen, die nicht mehr gebraucht werden, um auf die Meeresverschmutzung aufmerksam zu machen.
Nach weiteren Forschungen zu Formen und Farben von Korallen im Internet, Skizzen im Skizzenheft und dem Schauen und Besprechen eines Films zur Unterwasserwelt in Indonesien, ging es mit Feuereifer los. Mülltonnen, Keller und das eigene Kinderzimmer wurden durchforstet nach Materialien, die in ein korallenähnliches Gewächs verarbeitet werden konnten. Tütenweise wurden Klopapierrollen, Topflappen, Zitronennetze, Verpackungsmaterialien, Schwämme, Korken, Strohhalme, Zahnstocher und vieles mehr mit in den Kunstunterricht gebracht. Es galt nun einen prüfenden Blick darauf zu werfen: Die Materialien und Fundobjekte sollten so bearbeitet werden, dass man sie nicht mehr als Abfall erkennen konnte, sondern die Besonderheit jedes Materials zum Vorschein kommen konnte.
Im Kunstunterricht wurden verschiedene Stationen aufgebaut: Es wurde gesägt, gehämmert, mit Heißkleber geklebt, gemalt, genäht, bis alles seine richtige Form und die besondere Wirkung hatte.
Für die Ausstellung auf dem Sommerfest war klar, dass auch ein Hintergrund gestaltet werden sollte. Beim Arbeiten mit Decalcomanien konnte die Klasse ihr Wissen über Farbmischungen noch einmal anwenden und die Unterwasserwelten collageartig zusammensetzen.
So schuf die 6b eine großartige und farbenprächtige Unterwasserwelt – ein Gesamtkunstwerk, in dem es eine Menge zu entdecken gibt.