Anmeldung der Fünftklässler:
Zeitraum
Di. 20. Februar bis Fr. 02. März jeweils von 8 bis 14 Uhr.
Am 20.2. (Veedelszug) wird das Sekretariat allerdings schon um 11 Uhr geschlossen.
Am Donnerstag, dem 22. Februar ist das Sekretariat
bis 19 Uhr geöffnet.
Mehr Informationen zum Anmeldeverfahren finden Sie
hier.
G 8 - Schulzeitverkürzung, was nun?
In 8 Jahren am Gymnasium zum Abitur - diese Schulzeitverkürzung gilt seit dem Schuljahr 2005/2006 an allen
Gymnasien in NRW. Die ersten G 8-Abiturienten werden 2013 entlassen, sie besuchen im laufenden Schuljahr die
7. Klasse. Was heißt das nun konkret für die Schülerinnen und Schüler in G 8? Die größte Sorge: Ein Schuljahr
fällt weg und der gesamte Lernstoff muss in kürzerer Zeit erarbeitet werden. Die Realität sieht dann doch
etwas anders aus.
- In den Kernfächern liegen jetzt die sogenannten Kernlehrpläne aus, die nicht allein eine stoffliche
Entlastung bringen, sondern generell andere Vorgaben vermitteln. Wurden früher fachliche Inhalte verbindlich
vorgeschrieben, so stehen mittlerweile Kompetenzen im Mittelpunkt der Lehrpläne, die an unterschiedlichen
Themen vermittelt werden können. Also: Die Textanalysefähigkeit von Schülern soll bspw. im Deutschunterricht
vermittelt werden. Dazu kann man unterschiedliche Textsorten heranziehen (etwa Sage, Märchen, Fabel,
Kurzgeschichte u. v. m.). Ich kann als Lehrer auswählen, welche Textsorte ich genauer untersuchen lasse.
Bei den alten Richtlinien lag der Focus eindeutig auf der Analyse ganz bestimmter Textsorten, die alle
behandelt werden mussten.
Die Fachkonferenzen haben die schulinternen Lehrpläne im Hinblick auf die neuen Kernlehrpläne überarbeitet,
teilweise in Absprache mit den Kooperationsschulen. Außerdem wurden mittlerweile in den Kernfächern neue
Lehrbücher eingeführt, die die G 8 Vorgaben umsetzen. Sobald in den anderen Fächern neue G8-Bücher von den
Verlagen angeboten werden, werden die Fachkonferenzen die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.
- Die neue G 8-Stundentafel: Bereits im letzten Schuljahr haben die Lehrer in einer gemeinsamen
Arbeitsgruppe mit Eltern- und Schülervertretern eine neue Stundentafel diskutiert und entwickelt, die dann
in der Schulkonferenz verabschiedet worden ist. Dabei konnten wir auf unsere Erfahrungen aus den letzten
Schuljahren zurückgreifen. Im Rahmen des Modellvorhabens 'Selbstständige Schule' haben wir die Möglichkeiten
zur Veränderung der Stundentafel genutzt und vor allem im Bereich der Naturwissenschaften Akzente gesetzt.
Ein nach G8 erhöhtes Unterrichtsangebot ist also nichts grundsätzlich Neues für uns, auch wenn die
maximale Wochenstundenzahl in der Jgst. 9 - der Abschlussklasse in der Sek I - demnächst bei 35 Stunden
liegen wird und damit etwas höher als bisher ist.
Jede Schule kann 12 Ergänzungsstunden in der Sek I verteilen. Wir haben uns entschieden, diese vor allem
für den Bereich der Kernfächer, der Naturwissenschaften und für individuelle Fördermaßnahmen zu nutzen.
- Fördermaßnahmen: Bereits im letzten Schuljahr haben wir im 2. Halbjahr Schülerinnen und Schüler mit
Lerndefiziten die Möglichkeiten geboten, an einem Tutorium teilzunehmen. In kleinen Gruppen (max. 2 Schüler)
konnten gezielt Defizite aufgearbeitet werden. Fachlehrer unterstützen dabei die betreuenden Tutoren,
ältere Schüler.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Lernangeboten, die besondere Begabungen fördern, sei es im Bereich
Theater, Kunst und Musik, im Sport mit einer Vielzahl von AGs und Wettbewerben, in Angeboten zur Förderung
der Fremdsprachenkompetenz etwa durch die Teilnahme an externen Fremdsprachenprüfungen, sei es durch
naturwissenschaftliche AGs, auch hier gibt es eine AG zur Vorbereitung auf externe naturwissenschaftliche
Wettbewerbe u. v. m. (mehr unter ‚Förderkonzept')
- Über-Mittags-Betreuung: Seit vielen Jahren gibt es einen schuleigenen Hort (‚Die Sonnentiger') mit
rd. 30 Plätzen, der von einer Elterninitiative organisiert worden ist. Noch im laufenden Schuljahr wird es
ein erweitertes Essensangebot in der Erprobungsstufe geben.
Ob darüber hinaus eine verlängerte Mittagspause eingerichtet wird mit zumindest tageweisem
Nachmittagsunterricht, ist noch in der Diskussion. Im kommenden Schuljahr sollen dazu weitere Entscheidungen
fallen.
- Neue Lehr- und Lernmethoden: Nicht allein die Stundenzahl ist entscheidend für den Lernerfolg, sondern
auch die Art und Weise, wie gelernt und gelehrt wird. Seit dem letzten Schuljahr nimmt das gesamte Kollegium
an einer zweijährigen Fortbildung teil, die neue Lehr- und Lernformen vor allem im Bereich des
selbstgesteuerten Arbeitens vermittelt.
- Bewegte Schule: Kinder und Jugendliche, die lernen, können dies nur, wenn sie motorisch hinreichend
gefördert und gefordert werden. Wir greifen dies auf, indem wir zum einen für ein erhöhtes Stundendeputat
in der Sek I sorgen, zum anderen eine aktive Gestaltung der 3 großen Pausen anbieten. Schüler können
Spiel- und Sportgeräte ausleihen, die sie motivieren, die Pausen auch als Bewegungsmöglichkeit zu nutzen.
(mehr unter ‚Aktive Pause')
Fazit
G8 ist sicher eine weitreichende Strukturveränderung, der man aber nicht mit Schrecken begegnen muss,
sondern die von uns als Chance verstanden wird, Schul- und Unterrichtsentwicklung positiv voranzutreiben.
Anni Schulz-Krause